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Marke «Северное Сияние»


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Eine Sankt Petersburger Legende mit Pariser Anerkennung

Die Geschichte der legendären inländischen Marke "Nordlicht" beginnt nicht 1928, sondern viel früher—1860, als der Kaufmann Fyodor Kale das "Chemische Labor Sankt Petersburg" in Sankt Petersburg gründete. Schon damals spezialisierte sich das Unternehmen auf die Herstellung von Kölnisch Wasser, Seife und Kosmetik und setzte hohe Qualitätsstandards. Die weltweite Anerkennung ließ nicht lange auf sich warten: Die Fabrik gewann 1878 und 1900 zweimal die Großen Silbermedaillen auf der prestigeträchtigen Weltausstellung in Paris, was für einen russischen Hersteller jener Zeit ein beispielloser Erfolg war.

Nach der Verstaatlichung 1918, mit starker staatlicher Unterstützung, wurde die Fabrik zum Flaggschiff der sowjetischen Parfümerie. Hier entstanden in den 1920er-30er Jahren die ersten groß angelegten sowjetischen Parfüms, die zu Symbolen der Ära wurden: "Leningrad", "Jubiläum" und "Ellada". 1953 erhielt das Unternehmen offiziell den Namen, unter dem es von Millionen geliebt wurde—die Leningrader Parfümeriefabrik "Nordlicht".

Das goldene Zeitalter und talentierte "Nasen"

Die sowjetische Zeit war eine Blütezeit des kreativen Denkens. Innerhalb der Fabrikmauern arbeiteten herausragende Parfümeure, deren Namen für immer in die Geschichte der inländischen Parfümerie eingeschrieben sind. Meister wie Bella Goutzeit und Vera Lakotkina schufen Düfte, die nicht nur verkauft wurden, sondern Teil des kulturellen Codes von Generationen wurden.

Ein wahrer Stilikone und Objekt allgemeiner Liebe wurde das Parfüm "Weiße Nacht" (später "Weiße Nächte"), das 1939 veröffentlicht wurde. Sein Werbeplakat im Art-Deco-Stil, geschaffen vom Künstler Alexander Miller, gilt heute als Kunstwerk. Und 1953 schenkte Bella Goutzeit der Welt den zarten und wiedererkennbaren "Silberne Maiglöckchen"—ein Duft, der jahrzehntelang ein Bestseller und Symbol der Reinheit blieb.

Kultdüfte, die Herzen eroberten

Bis in die 1980er Jahre umfasste das Sortiment von "Nordlicht" über 130 Namen von Parfüms, Kölnisch Wasser und Kosmetikprodukten. Viele der damals geschaffenen Kompositionen leben noch im Gedächtnis und sind bei Liebhabern von Vintage-Parfüm gefragt. Dazu gehören die romantische "Windrose", die exquisite "Hermitage" und die geheimnisvolle "Hamlet".

In verschiedenen Jahren wurden frische, blumige und pudrige Kompositionen besonders geliebt. Zum Beispiel die zarten Blaue Blumen oder der sonnige Sommergarten. Die Marke experimentierte auch mit thematischen Kollektionen, wie Romeo und Julia, und bot ganze Parfümgeschichten an.

"Nordlicht" heute: Erbe und Massenmarkt

Eine neue Ära im Leben der Fabrik begann 1994, als sie Teil des internationalen Konzerns Unilever wurde. Dies ermöglichte die Modernisierung der Produktion und die Einführung globaler Massenkosmetikmarken auf den russischen Markt, wie Dove, Rexona, Sunsilk und Timotei, die ebenfalls hier hergestellt werden.

Die traditionelle Parfümerie von "Nordlicht" lebt weiter, bleibt zugänglich und beliebt. Moderne Interpretationen klassischer Düfte sowie neue Kompositionen wie Aurora oder Herbstluft, geschaffen unter Beteiligung von Parfümeuren wie Valentina Zananyants, halten die Verbindung zur reichen Vergangenheit aufrecht. Dies ist Parfümerie für den Alltag, gekennzeichnet durch klare, verständliche Noten, gute Haltbarkeit und demokratische Preise.

Warum "Nordlicht" mehr als nur Parfüm ist

Für mehrere Generationen von Bewohnern Russlands und der GUS-Staaten sind die Düfte von "Nordlicht" der Geruch von Kindheit, Jugend, ersten Dates und Familienfeiern. Es ist eine Zeugenmarke, eine Begleitermarke, die Revolutionen, Kriege, Epochenwechsel und Wirtschaftssysteme durchlebt hat, aber ihr Wesen bewahrt hat.

Ihre Philosophie ist die Schaffung von qualitativer, zugänglicher und emotional naher Parfümerie. Hier findet man keine Nischenkomplexität oder Luxusunzugänglichkeit. Dafür findet man ehrliche, herzliche Düfte, die die gleiche Sprache wie deine Erinnerungen sprechen. Den Katalog von "Nordlicht" zu erkunden ist wie das Durchblättern eines Familienalbums, wo jede Seite besonders duftet: mal mit zarten Maiglöckchen, mal mit der Kühle einer weißen Nacht, mal mit welkenden Herbstblättern.

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