Qualitätskontrolle in der Parfümerie: Wie Düfte getestet werden
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Gilles Rome ist einer jener Meister, deren Geschichte untrennbar mit dem Herzen der Welt der Parfümerie verbunden ist. Er ist in Grasse geboren und aufgewachsen, einer Stadt, in der die Luft von den Düften der Blumenfelder erfüllt ist, was sein Schicksal vorbestimmte. Der Freund seines Vaters führte ihn in die Welt der Parfümkreation ein, und dieser Schritt war der Beginn einer langen Reise, die ein Leben lang dauern sollte. Seine Karriere begann in den frühen 1970er Jahren mit einer fast zehnjährigen Ausbildung als Assistent, wo er im Schatten der Großen Stück für Stück die Geheimnisse der Komposition erlernte, bevor er bei der berühmten Firma Givaudan selbst zu Ruhm gelangte.
Sein Weg zum Ruhm begann mit hochkarätigen Arbeiten für führende Modehäuser. In Zusammenarbeit mit Michel Girard schuf er den Klassiker Cerruti Pour Homme, der eine neue Richtung in der Herrenparfümerie einschlug. Es folgten das raffinierte Jil für Jil Sander und das leidenschaftliche Wild Wind für Gabriela Sabatini. Das wahre Juwel in seinem Portfolio war jedoch der majestätische und gemütliche Duft Hermès Rocabar aus dem Jahr 1998. Diese holzige Komposition mit Nadelholz-Untertönen, würzigen Akzenten und zarten floralen Akkorden gilt nach wie vor als Maßstab für Eleganz und erobert weiterhin die Herzen von Kennern auf der ganzen Welt.
Gilles Romés fachmännisches Können war in verschiedenen Bereichen der Parfümwelt gefragt. Er arbeitete meisterhaft mit großen Namen im Massenmarkt und im Luxussegment zusammen und schuf charismatische Bestseller wie das kühne Joop! Rococo For Men und das frische Tous Man, sowie mit Nischenmarken, wo er seinen kreativen Experimenten freien Lauf lassen konnte. Sein Talent zeigte sich in dem sinnlichen Gian Marco Venturi Woman, dem exquisiten Poudre d'Epices für Sinfonia di Note und dem intellektuellen Silk für Andrea Maack.
Der Stil von Gilles Romé lässt sich als makellos elegant und strukturiert beschreiben. Er arbeitete meisterhaft mit holzigen und Amber-Akkorden, die er oft mit würzigen oder zitrusartigen Noten verdünnte, was seinen Kreationen eine besondere Dynamik und Langlebigkeit verlieh. Seine Düfte, ob die luxuriöse Pour Homme Couture Edition oder das verspielte Eau Fraiche Coquine Pamplemousse, zeichneten sich stets durch ihre makellose Qualität und subtile Handwerkskunst aus. Heute werden die Parfums aus seinem Vermächtnis in der Community lebhaft diskutiert und erhalten begeisterte Kritiken und großes Lob für ihren zeitlosen Klassizismus.
Nach mehr als 40 Jahren im Dienste der Parfümkunst gab Gilles Rome 2014 seinen Rücktritt bekannt und hinterließ ein reiches kreatives Vermächtnis. Aber seine Leidenschaft für Kreativität ist nicht verblasst – sie hat lediglich eine andere Form angenommen. Heute widmet er sich einer anderen Liebe – der Musik. Gilles Rome wurde Teil des Quinta Ria Quartetts, das faszinierende Kompositionen im Bossa Nova-Genre aufführt und damit beweist, dass ein wahrer Künstler Schönheit in ihren verschiedenen Erscheinungsformen zum Ausdruck bringen kann.
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