Pistazie: wie es riecht und womit man die Hauptnote des Sommers 2026 kombiniert
Vor einem Jahr lebte Pistazie noch in Eiscreme und Baklava. Jetzt hat sie sich auf den Handgelenken ...
René Jules Lalique wurde am 6. April 1860 in der Champagne geboren. Seine Reise in die Welt der Kunst begann mit einem Zeichnenstudium in Paris, und seine Studien in London spielten eine wichtige Rolle bei der Entwicklung seines einzigartigen Stils. Dort entwickelte er eine Vorliebe für natürliche Formen, die später zu seinem Markenzeichen werden sollten. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich begann der junge Künstler seine Karriere mit der Zusammenarbeit mit führenden Juwelierhäusern wie Cartier und Boucheron, was den Grundstein für seinen späteren Erfolg legte.
Die Geschichte des Parfümdesigns wird in „vor” und „nach” François Cotys Besuch im Lalique-Geschäft im Jahr 1905 unterteilt. Beeindruckt von der Handwerkskunst des Glasmachers, bestellte Coty einen Flakon für seinen neuen Blumenduft. So entstand das ikonische Coty – La Rose Jacqueminot in einem eleganten Flakon mit einem Verschluss in Form einer Rosenknospe. Der Erfolg war überwältigend und markierte den Beginn einer legendären Zusammenarbeit, in deren Rahmen Lalique 16 Meisterwerke für das Haus Coty schuf.
Für Coty schuf der Meister nicht nur Verpackungen, sondern echte Kunstwerke. Der Flakon Coty – L'Effleurt mit einem Skarabäus-Verschluss spiegelte die Mode der Ägyptomanie wider, während er sich für Coty – Ambre Antique von der antiken griechischen Vasenmalerei inspirieren ließ. Besondere Aufmerksamkeit verdient Coty – Cyclamen, für das Lalique zum ersten Mal Milchglas verwendete und darauf luftige Najaden darstellte. Diese Düfte in Flakons von Lalique gelten bis heute als unbezahlbare Sammlerstücke.
Laliques Talent war bei allen führenden Marken der damaligen Zeit gefragt. Zu seinem Portfolio gehören Arbeiten für Roger & Gallet, Guerlain und Houbigant. Für Worth schuf er den ultramodernen Flakon Worth – Je Reviens (Eau de Cologne), der an einen Wolkenkratzer erinnert, und für D'Orsay ließ er sich bei der Arbeit an D'Orsay – Poesie von der Anmut Isadora Duncans inspirieren. Jedes seiner Werke war ein Dialog mit dem Geist des Duftes und der Epoche.
Laliques Stil im Flaschendesign ist pure Art-Nouveau-Poesie. Er füllte Glas mit Leben und stellte anmutige Nymphen, flatternde Vögel, träge Blumen und sinnliche Silhouetten dar. Aber er war nicht nur Künstler, sondern auch Innovator: Er erfand die Technologien der Farbverläufe, Mattierung und des opalisierenden Glases, deren Geheimnisse Lalique bis heute hütet. Er bewies, dass eine Flasche genauso wertvoll sein kann wie das Parfüm selbst.
Einer der Höhepunkte seines Schaffens war der Flakon für Molinards Duft Habanita, aber auch Molinards Le Baiser du Faune aus dem Jahr 1928 verdient besondere Aufmerksamkeit. Inspiriert von Mallarmés Gedichten, ist dieser Flakon mit einem Medaillon, das ein sich küssendes Paar darstellt, ein wahres Juwel, in dem Erotik und Zärtlichkeit in Glas eingefroren sind.
Zu Lebzeiten schuf René Lalique mehr als 250 einzigartige Parfümflakons. Er verstarb am 1. Mai 1945, aber sein Werk wurde von seinem Sohn Marc und seiner Enkelin Marie-Claude fortgesetzt. Heute sind seine Werke in den größten Museen der Welt ausgestellt, und Flakons mit dem Lalique-Label sind der Traum jedes Kenners von Schönheit. Er hat die Wahrnehmung von Parfüm für immer verändert und es von einem einfachen Duft in ein vollendetes Kunstwerk verwandelt, bei dem der Flakon eine ebenso wichtige Rolle spielt wie sein Inhalt.
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