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Sankt Petersburg, Russland
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Dieser Duft kann wirklich als Meisterwerk der Parfümkunst bezeichnet werden. Er ist reif, durchdacht und voller Emotionen. Ihn zu studieren, einzuatmen, zu zerlegen und zu fantasieren - das ist ein wahres Vergnügen. Ganymede von Quentin Bisch für Marc-Antoine Barrois erscheint mir besonders vielschichtig und sinnlich. Er spricht von einer unsichtbaren Verbindung zwischen Kosmos und menschlichem Körper und erweitert die Grenzen der Vorstellungskraft ins Unendliche. Nur durch das Spiel der Düfte lässt sich die ganze Tiefe dieser Ideen und Gefühle vermitteln. Ich möchte immer wieder zu diesem Parfum zurückkehren. Doch nach einigen Ausflügen mit ihm habe ich gemerkt, dass er nicht ganz meiner ist. Ich mag es nicht, wenn ein Duft zu aufdringlich ist, wenn er mehr ist, als ich bereit bin zu akzeptieren. Das ist nicht seine Schuld, sondern eher meine. Kunst kennt keine Grenzen und hängt nicht von den Meinungen anderer ab. Wenn ein Duft nicht passt, muss man das eingestehen können. Ganymede wird für immer in meinem Herzen und als Abfüllung in meiner Sammlung bleiben - ich kann nicht anders, als immer wieder zu ihm zurückzukehren, um einfach seine Präsenz zu genießen. Vielleicht kann ich ihn eines Tages tragen, ohne mich unwohl zu fühlen. Aber mit Bois Imperial vom selben Bisch habe ich eine ausgezeichnete Verbindung aufgebaut - ich trage ihn schon den zweiten Tag und genieße sein Spiel auf meiner Haut. Das ist auch ein helles und ungewöhnliches Werk. ERSTAUNLICH!
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