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Rostow-Na-Donu, Russland
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Ehrlich gesagt, bin ich erst jetzt auf die Le Labo-Website gestoßen, und ich war neugierig, wie der Hersteller seine Düfte erklärt. Aber leider habe ich nichts Interessantes gefunden. Es stellte sich heraus, dass die Kreativdirektoren wissen: ihre Düfte entsprechen nicht den Namen. Und das erwähnen sie fast in jeder Beschreibung. Die Texte, die die Düfte begleiten, wirken seltsam, aber gleichzeitig erzählen sie ziemlich offen über den Inhalt des Flakons. Gaiac 10 riecht zum Beispiel nach weißem Moschus und Birkenpech, sowie nach Holzrauch und leichten Rosennoten, die an Guajakholz erinnern. Aber hauptsächlich ist es immer noch Moschus und Birkenpech. Diesen Duft kann man nicht als rein bezeichnen. Was Tokyo angeht, entsteht bei mir, einer Person, die noch nie in Japan war, ein ziemlich klares Bild: frisch gewaschene Wäsche trocknet über Lagerfeuerrauch. Oder es ist ein schneeweißes Bett mit Daunenkissen in einem abgebrannten Haus. Interessant? Für mich nicht, aber vielleicht gefällt jemandem ein solcher Kontrast. Hier sind die Kontraste deutlich getrennt, und es entsteht das Gefühl, dass der Duft unausgewogen und nervös ist, obwohl die Komposition selbst gut ausbalanciert ist und Guajak in diesem Gleichgewicht eine zentrale Rolle spielt. Schade nur, dass es nicht genau nach Guajak riecht - meiner Meinung nach ist das der schönste holzige Duft, und es gibt einfach keine würdigen Parfums mit ihm in der Hauptrolle, oder ich kenne sie nicht 🤔
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